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Kapitalkosten und Zinsen

Die Schweiz gehört zu den politisch und wirtschaftlich sichersten Ländern der Welt und gilt als «sicherer Hafen». Der Finanzhaushalt des Staates ist gesund. Dies gilt sowohl für das Finanzwesen des Zentralstaates, der Bundesebene, als auch für die Kantone und Gemeinden. Das Staatsdefizit im Verhältnis zum BIP von 1 % ist deutlich geringer als die Durchschnittswerte der EU und OECD-Mitgliedländer. Die gesamten Schulden der öffentlichen Hand (Bund, Kantone, Gemeinden) machen 44 % des BIP aus. Im OECD-Vergleich, welcher nur die Staatsschulden umfasst, befindet sich die Schuldenquote der Schweiz im Mittelfeld. Einige europäische Länder wie auch die USA weisen höhere Werte auf. Deutlich niedrigere Schuldenquoten weisen nur Norwegen, Luxemburg und Irland auf. Damit bleibt die Schweiz eines der am wenigsten verschuldeten Länder Europas.

Bonitätsrating: die zehn sichersten Länder

Quelle: Euromoney, www.euromoney.com, März 2008

Die hohe Kreditwürdigkeit führt zusammen mit der hohen Sparquote und grossen Zuflüssen ausländischer Gelder zu niedrigen Zinsen. Geschäfts- und Investitionstätigkeit können so vergleichsweise kostengünstig finanziert werden. In den letzten Jahren belief sich die durchschnittliche Differenz der Geld- und Kapitalmarktzinsen in Franken und Euro auf 1,5 % bis 2 %. Die Zinssätze und Konditionen können je nach der Bonität des Kunden erheblich schwanken.

Kapitalkosten, 2010
1 = behindern Wirtschaftsentwicklung, 10 = fördern Wirtschaftsentwicklung

Quelle: IMD World Competitiveness Yearbook 2010

 
Zuletzt aktualisiert am: 13.07.2011
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