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Öffentliche Finanzen

Die Schweiz wird ihrem Ruf als stabilitätsorientiertes Land gerecht. Die Inflationsrate liegt klar unter jenen der EU und der wichtigsten Industrienationen. Dasselbe gilt für die Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote liegt regelmässig unter 4 %. Traditionell tief sind in der Schweiz auch die Zinssätze. Die Schweiz verzeichnet eine hohe Sparquote und grosse Zuflüsse ausländischer Gelder.

Die Staatsquote misst die Ausgaben der öffentlichen Verwaltungen in Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP). Sie beinhaltet die Ausgaben der öffentlichen Haushalte sowie der obligatorischen Sozialversicherungen und liegt in der Schweiz bei 32,6 % (Hochrechnung 2008). Die meisten europäischen Länder weisen im Jahr 2008 eine deutlich höhere Staatsquote auf (Frankreich: 52,5 %; Schweden: 51,2 %; Italien: 48,4 %; Deutschland: 43,4 %).

Der staatliche Finanzhaushalt ist gesund. Dies gilt sowohl für das Finanzwesen des Zentralstaates, der Bundesebene, als auch für die Kantone und ihre Gemeinden. Der gesamte Budgetsaldo der drei Ebenen ist positiv. Die öffentliche Defizitquote von 1 % ist deutlich geringer als die Durchschnittswerte der EU- und OECD-Mitgliedländer.

Auch die Staatsverschuldung liegt unter derjenigen der meisten europäischen Länder. Die gesamten Schulden der öffentlichen Hand machen 59 % des BIP aus. Die Staatsschuldenquote liegt nach wie vor unter dem EU-Durchschnitt und jener der USA.

 
Zuletzt aktualisiert am: 02.10.2009
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